Betthygiene. Wie pflege und reinige ich meine Matratze am besten?

 

Ein Drittel unserer Lebenszeit verbringen wir im Bett. Klar, dass dies an der Matratze nicht spurlos vorübergeht. Aber wie reinige ich meine Matratze und was hilft mir bei einer Milbenallergie?

Trotz der vielen Zeit die jeder auf seiner Matratze verbringt, kommt Ihr und Ihrer Pflege immer noch sehr wenig Bedeutung zu.

Dabei verlieren wir in einer Nacht bis zu einem halben Liter Schweiß – je nach Raumtemperatur. Dazu kommen die Hautschuppen, Haare, der Staub der Umgebung, Krümel, eventuell Tierhaare oder ein verschüttetes Getränk.

Wenn man lange Freude an seiner Matratze haben will, muss auch auf die Betthygiene achten. haben.

Regelmäßiges Lüften kann keiner Matratze schaden. Vor allem Matratzen aus Naturmaterialien sollten öfter gelüftet und gewendet werden. Der beste Zeitpunkt ist beim Wechseln der Bettwäsche, dann sollte die Matratze ohne Bettlaken und Co. ein wenig Zeit bekommen zu “atmen”.

 

Der Matratzenbezug

Die Matratze selbst ist nicht waschbar. Der Bezug jedoch meistens schon. Ist der Bezug jedoch aus reinen Naturmaterialien, wie Baum- oder Schurwolle wird der Bezug beim Waschen eingehen.

Waschbare Bezüge sollten folgenden Kriterien erfüllen:

  • leicht abnehmbar; optimal sind einzeln abnehmbare Deckblätter
  • bei mindestens 60 Grad waschbar
  • beim Abziehen nicht über der Matratze ausschütteln, so können Hautschuppen oder Haare auf die freiliegende Matratze fallen
  • eine Vollwäsche des Matratzenbezuges einmal pro Jahr genügt – so wird das Material nicht überstrapaziert
  • Ausnahme: Allergiker können den Matratzenbezug auch häufiger waschen (etwa 3-4 mal pro Jahr).
  • Tipp zum Trocknen: Den Trockner vermeiden. Am besten spannen Sie den Bezug mit den Ecken über Stühle, damit er in Form bleibt.

Was hilft gegen Milben?

Viele Menschen leiden an einer Milbenallergie. Was sollte man hierbei beachten?

  • Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer < 60 %
  • Bei Problemen mit der Atmung sollten so wenig Textilien wie möglich im Schlafzimmer eingesetzt werden, denn Hausstaubmilben findet man immer auch auf Polstermöbeln, an Gardinen oder in Teppichen.
  • Verzichten Sie am besten auf Teppich im Schlafzimmer oder reinigen Sie diesen regelmäßig
  • Lüften Sie regelmäßig Ihre Matratze
  • Wechseln Sie Ihre Bettwäsche regelmäßig

Gibt es spezielle Matratzen für Allergiker?

Nein! Aber es gilt ein einfaches Prinzip. Je besser eine Matratze durchlüften kann, desto weniger Feuchtigkeit bleibt zurück. Je weniger Feuchtigkeit in der Matratze, desto weniger Lebensraum für Milben. Je weniger Milben, desto weniger Rückstände. Je weniger Rückstände, desto besser für Allergiker.

Natürlich kann eine Taschenfederkernmatratze besser durchlüften als ein Vollschaum. Aber es gibt auch sehr hochwertige offenporige Kaltschaummatratzen. Hier sollten Sie besonders auf die Qualität des Kaltschaums achten.

Hinzu kommt die Qualität des Bezuges. Ein Matratzenbezug macht übrigens ca. ein Drittel, manchmal auch die Hälfte des Preises aus, denn gute Bezüge sind temperaturregulierend und müssen strapazierfähig sein.

Je hochwertiger der Matratzenbezug, desto besser die Durchlüftung und desto hygienischer und allergiefreundlicher ist die Matratze.

Fazit

Nicht nur das regelmäßige Wechseln der Bettwäsche gehört zur guten Hygiene im Bett – auch die Matratze braucht ein wenig Aufmerksamkeit. Lüften Sie Ihre Schlafunterlage ab und zu, sorgen Sie für ein gutes Raumklima und waschen Sie Ihren Matratzenbezug bei mindestens 60 Grad.